Allgemein Goodbye Deutschland

Goodbye Deutschland! | 5 things we love (and 5 things we miss)

Happy Oktober! Einen Monat sind wir jetzt hier in den Südstaaten der USA und die letzten Wochen habe ich immer wieder darüber nachgedacht, wie ich hier auf meinem kleinen Plätzchen im World Wide Web von unserem „Abenteuer USA“ berichten soll. Es gibt tausend Dinge, über die ich schreiben könnte: Wie bereitet man so einen Umzug vor? Was kann man tun, um sich und den Kindern den Neuanfang leichter zu gestalten? Was hilft gegen Heimweh? Was packt man in den Koffer, wenn man für zwei Monate packt? Wie lebt es sich als vierköpfige Familie auf kleinstem Raum?

Alles Beiträge, die es sich vielleicht lohnen würde zu schreiben. Für andere, die vor derselben Aufgabe stehen. Oder für uns, falls uns wieder mal ein Neuanfang bevorstehen sollte und ich mich unter Umständen fragen werde: Ähm, wie haben wir das damals noch mal gemacht? Das „Zurückblättern“ können ist einer der Gründe, warum ich überhaupt mit dem Bloggen angefangen habe. Also habe ich die Sache von hinten aufgerollt und mich gefragt, worauf ich gerne zurückblicken würde – in einem Jahr oder vielleicht auch in fünf – und was euch gleichzeitig ein bisschen teilhaben lässt an unseren Erfahrungen. Das nächste halbe Jahr (vielleicht auch länger) werde ich hier also monatlich berichten, was wir vermissen und was wir lieben! Mal sehen, wie sich das über die Monate so verändert.

Los geht’s mit Monat EINS!

5 Dinge, die wir vermissen:

1) Meine Familie! Auch wenn wir meine Familie vorher nicht sooo häufig gesehen haben (also nicht täglich oder jede Woche, eher ein Mal im Monat), ist es vom Gefühl her schon etwas anderes, so weit weg zu sein. Dafür freuen wir uns dieses Jahr ganz besonders auf Weihnachten und FAMILIENBESUCH!!

2) Freunde & Playdates. Das war für uns „social butterflies“ sicherlich die größte Umstellung. Während die Woche für uns in Deutschland oft nicht genügend Tage hatte, um alle Verabredungen unterzukriegen, kennen wir hier überhaupt gar niemanden. Das war ein sehr seltsames Gefühl, das sich mittlerweile zum Glück ein wenig gelegt hat. Und diese Woche im Supermarkt konnten wir sogar eine „bekannte“ Mama mit Kindern grüßen, ha! Babysteps, aber es wird!

3) Die Trompeterstraße. Unsere Nachbarschaft ist uns in den knapp acht Jahren Wiesbaden sehr ans Herz gewachsen. Wir vermissen es, über den Zaun zu den Nachbarn zu winken, spontan bei der Nachbarsfreundin im Garten zu schaukeln, gemeinsam Straßenkreide-Kunstwerke zu kreieren, Schildkröten gucken gehen und und und…

4) Den Kindergarten. Darüber sind nicht nur viele Freundschaften entstanden, es gab auch einen gewissen Rhythmus für unseren Tag vor. Der fehlt uns momentan ein bisschen. Aber es ist auch schön, morgens trödeln zu können und die Tage entspannt zu gestalten.

5) Meine Kaffeetasse. Ja, ich vermisse tatsächlich meine Kaffeetasse. Und auch mein Kissen, meine Sofadecke, meine Washitape-Sammlung, unseren Kartoffelschäler… Das klingt jetzt vielleicht oberflächlich oder gar undankbar. Denn wir haben hier alles, was wir brauchen. Wir haben wahrscheinlich mehr als so manch anderer. Und ich merke, mit wie wenig (Klamotten, Geschirr, Handtüchern, Spielsachen etc.) man leben kann. Sogar gut leben kann. Aber ich freue mich so darauf, mich mit unseren eigenen Handtüchern abzutrocknen, aus meiner Lieblingstasse Kaffee zu trinken und mich mit meiner kuscheligen Wolldecke aufs Sofa zu mümmeln. Wenn unser Container in ein paar Wochen ankommt, wird das jedenfalls wie Weihnachten und Ostern auf ein mal!!

 

5 Dinge, die wir toll finden:

1) FaceTime! Auch wenn Karten basteln und verschicken ein neues Hobby unserer 4-Jährigen ist, bin ich doch sehr froh, dass wir heutzutage nicht aufs Briefe schreiben begrenzt sind! FaceTime, WhatsApp etc. haben wir vorher natürlich auch schon genutzt, aber seit dem Umzug noch viel mehr. Nicht nur mit Familie, sondern auch mit Freunden. Das ist toll!

2) Kindermusik & Storytime. In Deutschland haben wir schon fast alles mal ausprobiert, Musikkurse, Kinderturnen, Tanzen, Schwimmen… Manche Kurse empfand ich in Deutschland schon als relativ teuer, aber hier? Puh! Da ist man locker 100 Dollar im Monat los, wenn man zwei Kinder fürs Turnen anmeldet. Turnen machen wir also vorerst lieber zuhause, ha! Aber der Musikkurs (der tatsächlich „Kindermusik“ heißt!) hat es uns angetan. Beide Kinder haben Spaß und die Gruppe ist wirklich nett, juhu! Ganz gratis gibt es in der örtlichen Bibliothek die Storytime. Bücher lesen, Lieder singen und danach spielen und/oder basteln – da sind wir gerne dabei! Und anschließend die Kinderbuchabteilung durchstöbern und Lesestoff für die Woche mitnehmen. Win win win.

3) Den Pool (und unsere Vermieter). Der Pool hat uns über so manches Nachmittagstief hinweg geholfen. Und unsere Airbnb-Vermieter? Was soll ich sagen: die stehen uns mit Rat und Tat zur Seite und beantworten uns jede noch so doofe Frage! Auch wenn wir uns riesig auf unser Haus freuen, werden wir unsere Vermieter (und deren Baby-Eichhörnchen!!) sicher vermissen.

4) Peaches! Georgia wird nicht ohne Grund „Peach State“ genannt. Wirklich soooo lecker! Da sind wir uns alle einig.

5) Spanish Moss. Das ist hier in der Gegend echt der Hammer! Manche finden es eklig, weil da angeblich Insekten drin hausen. Laut meiner Recherche ist das gar nicht so, aber mir auch egal. Ich muss es ja nicht anfassen. Und zum Anschauen ist es einfach wunderschön… Findet ihr nicht?

Das war’s für den ersten Monat unseres Abenteuers!

Ich melde mich die Tage noch mal mit den Goals für Oktober. Bis dahin! Macht’s euch schön!

Kerstin

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