Normalerweise mag ich den Beginn eines neuen Jahres. Auch wenn der erste Januar im Prinzip ein ganz gewöhnlicher Tag ist und sich nicht automatisch alles ändert, kommt mit dem Jahreswechsel doch eine gewisse Energie auf, die den Rest des Jahres nicht mehr so stark zu spüren ist. Die Chance, sich zu überlegen, was gut läuft und was nicht so, was man erleben möchte, was man verändern oder ausprobieren möchte. Wenn ihr diesen Blog regelmäßig lest (oder auch nur ab und zu), dann wisst ihr, dass ich es liebe, mir Ziele zu setzen. Nicht umsonst ist mein monatlicher Goals-Beitrag so ziemlich das einzige, worauf man sich hier verlassen kann! Ich mag es, mir Dinge vorzunehmen und sie umzusetzen, vor allem, wenn ich weiß, dass sie gut für mich sind (oder auch gut für die, mit denen ich mein Leben teile). Aber dieses Jahr war mir das irgendwie alles zu viel. Vielleicht liegt es daran, dass wir Besuch hatten und ich gar keine Zeit hatte, mir irgendwelche Ziele für dieses Jahr zu überlegen. (Das soll gar nicht als Beschwerde rüber kommen. Es war wunderschön, mit der Familie zusammen zu sein!) Vielleicht liegt es aber auch daran, dass mir dieses ganze „sei besser, mach mehr“ um den ersten Januar rum irgendwie nicht behagte. Es ist doch auch schön, einfach ruhig zu sein, ja, sogar nichts zu tun, sich für Dinge und Menschen Zeit zu nehmen. Und ja, sicher, ich wäre gerne irgendwann mal die beste Version meiner selbst. Und daran lohnt es sich zu arbeiten. Aber manchmal reicht es auch, einfach nur sich selbst zu sein. Eine meiner Lieblingsautorinnen, Shauna Niequist, hat es auf den Punkt gebracht, finde ich:

Some days I feel like the internet is 100 versions of  „strive for greatness!“ & „crush everything!“ & „be all the things!“ & „how she’s killing the game & you can, too!“ & „these are the 64863 things successful people do before dawn.“

But how about this: you don’t have to crush or kill or slay anything today. You don’t have to strive or wrangle or hustle or do anything violent today. You can just be a human, in a quiet & honest way, & that’s good too.“

Mein Wort für 2019 ist savor {to enjoy slowly in order to enjoy it as much as possible; to enjoy or appreciate something to the full, especially by lingering over it}.

Das letzte Jahr war für uns mit dem Umzug in die USA sehr bewegend und aufregend. Aufregend ist es immer noch, aber ich merke auch, dass unser Leben etwas ruhiger geworden ist. Wir haben den Terminkalender nicht voll mit Verpflichtungen, Kursen und Verabredungen. Wir haben ehrlich gesagt seit dem Umzug noch nicht mal einen Terminkalender, ha! Und auch wenn sich das vielleicht in diesem Jahr etwas ändern wird, wenn wir noch mehr soziale Kontakte haben, uns mehr vor Ort engagieren usw., möchte ich trotzdem dafür sorgen, dass wir Zeit haben für uns als Familie, Zeit haben für andere und vor allem, dass wir uns Zeit nehmen, die Dinge in vollen Zügen zu genießen.

2019 moodboard

Ich habe für 2019 ein Moodboard erstellt, das ich an den Kühlschrank hängen möchte. Ich war schon immer ein visueller Mensch und ich glaube, es wird mir helfen, das Moodboard täglich mehrmals vor Augen zu haben um mich an meine Ziele zu erinnern. Jedes der Bilder steht für eins oder mehrere der zehn Ziele, die ich für dieses Jahr formuliert habe.

Hier sind sie, meine Ziele für 2019:

1) Viel draußen sein!

Raus gehen ist bei uns eigentlich immer die Lösung. Wenn drinnen alle durchdrehen, hilft nur: raus an die Luft! Draußen kann man laut sein oder auch leise der Natur lauschen. Man kann Eichhörnchen beobachten, Schildkröten suchen und in unseren Gefilden sogar nach Alligatoren Ausschau halten. Man findet kleine und große Schätze, bewegt sich und kriegt gleichzeitig den Kopf frei. Bonus: abends sind alle schön müde.

Action Steps: Tägliche Spaziergänge durch die Nachbarschaft, kleine Radtouren, Spielplätze, Parks, Pool, Garten, Strand, kleine Wanderungen

2) Bewegen!

Man sollte meinen, mit zwei kleinen Kindern bewegt man sich genug. Und das stimmt auch irgendwie. Aber ich vermisse es, richtig Sport zu machen. Deshalb will ich zumindest einen meiner zwei kinderfreien Vormittage zum Laufen gehen nutzen!

Action Steps: mindestens 1 Mal pro Woche laufen gehen, Pilatesübungen zuhause machen

3) Zeit mit Besuch genießen!

Wir sind so dankbar, dass viele unserer Freunde und Familie, den weiten Weg auf sich nehmen und uns in unserem neuen Zuhause besuchen kommen wollen. Ich weiß, dass die Zeit zusammen immer zu kurz ist. Deshalb nehme ich mir vor, die Zeit, die wir mit unseren Gästen haben, so gut es nur geht zu nutzen.

Action Steps: Gästezimmer weiter aufhübschen, Aktivitäten vorbereiten, Zeit nehmen

4) Alte und neue Freundschaften pflegen!

Eines der Dinge, die wirklich zeitintensiv sind. Aber ich bin überzeugt, es wird sich lohnen!

Konkrete Schritte: Deutschlandbesuch planen, E-Mails/WhatsApps schreiben, Karten schreiben, rechtzeitig an Geburtstage denken, Initiative ergreifen: Nachbarn einladen, Play dates ausmachen, an Events in der Nachbarschaft, Kindergarten und Gemeinde teilnehmen, gemeinsame Aktivitäten recherchieren

5) Hobbies pflegen!

Mal ehrlich, manchmal will man sich abends einfach vor den Fernseher setzen, weil man so k.o. ist. Wenn mir eine Sendung wirklich richtig gut gefällt (so wie This is us oder Suits z.B.), dann ist das für mich auch tatsächlich Entspannung. Aber oft würde ich mich erholter und auch zufriedener fühlen, wenn ich statt der dritten Folge Modern Family ein paar Seiten gelesen hätte, eine Karte, oder einen Blogbeitrag geschrieben hätte oder sonst etwas Kreatives gemacht hätte.

Konkrete Schritte: ein Fotoprojekt beginnen, Kalligrafie weiter üben, schreiben, vielleicht sogar ein neues Hobby ausprobieren?

6) Weniger Müll produzieren!

Ich habe das Gefühl, wir nutzen seit wir hier leben, wieder viel mehr Plastik. Manches wird sich schwer ändern lassen. Aber da, wo wir etwas verändern können, möchte ich es tun!

Konkrete Schritte: To go Becher unterwegs dabei haben , Fischhaltefolie ersetzen, Hygge Savannah besuchen, Stoffbeutel für Obst/Gemüse kaufen

7) Aus unserem Haus ein Zuhause machen!

Dafür, dass wir gerade mal zwei Monate in unserem Haus wohnen, sieht es eigentlich schon ziemlich gemütlich aus. Und so richtig fertig ist ein Haus ja nie, da man es immer wieder an seine veränderten Bedürfnisse anpasst. Aber es gibt ein paar Ecken, die ich in diesem Jahr angehen möchte, um es noch mehr zu „unserem“ Zuhause zu machen.

Konkrete Schritte: Pflanzen kaufen, Eingangsbereich einladender gestalten, Küche streichen, Front Porch und Terrasse verschönern, einige Lampen austauschen

8) Unsere neue Heimat weiter erkunden!

Ich habe das Gefühl, dass wir noch lange damit beschäftigt sein werden, Savannah und die Umgebung zu erkunden. Und das finde ich total schön! Savannah hat so viel zu bieten, was Restaurants, Cafés und Shops, aber auch Geschichte, Museen, Events und Parks angeht. Und auch drum herum gibt es noch viele Strände, Inseln und Wanderwege, die wir erkunden können.

Konkrete Schritte: Savannah Magazine abonnieren, monatliche Events raussuchen, Cafés/Restaurants besuchen, Museen anschauen, Hikes machen, Inselausflüge machen

9) Weniger Bildschirmzeit!

Das wird wohl in unserer Zeit immer ein Ziel sein. Für mich zumindest. Und meine Bildschirmzeit ist, glaube ich, im Vergleich zu vielen, sehr human. Trotzdem möchte ich in diesem Jahr bewusster damit umgehen.

Konkrete Schritte: Social Media freie Wochenenden, Buch statt Handy in die Hand (und, ähem, mit aufs Klo) nehmen, Musik machen, TV-Shows und Filme gezielt aussuchen

10) Zehn Bücher lesen!

Da es im letzten Jahr besser geklappt hat als ich dachte (trotz meiner kleinen Suits bedingten Lesepause), mache ich das dieses Jahr wieder. Vielleicht schaffe ich ja sogar mehr als zehn!

Konkrete Schritte: Immer mindestens ein Buch zur Hand haben. Bücherliste erstellen.

 

So, das war’s! Ich melde mich die Tage noch mit meinen sehr verspäteten Januar Goals. Habt ihr euch etwas vorgenommen für das neue Jahr? Wenn ja, was? Ich finde das immer spannend und motivierend, zu hören, welche Ziele sich andere so stecken. Ich wünsche euch und uns ein aufregendes, schönes und genussvolles neues Jahr! Auf dass wir es in vollen Zügen genießen werden!

Eure Kerstin

***Photo credits: Pool, Eis, Stay a while, Buch, Yoga, Suppe, Freundinnen, Bastkorb, Gitarre, Pfingsrosen, Unser Alltag ist ihre Kindheit, Wormsloe Historic Site

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